Spiel ist Fall für Gericht

Marcel Pohle, 10.10.2015

Spiel ist Fall für Gericht

MSV II setzt nicht spielberechtigten Akteur ein

Die Kreisliga-Partie zwischen dem Meeraner SV II und dem SV Lok Glauchau/Niederlungwitz beschäftigt nun schon seit fast zwei Monaten die Sport-Juristen. Bisher ist immer noch ungewiss, mit welchem Ergebnis die Begegnung in die Tabelle eingeht.

Am ersten Spieltag der Saison hat die MSV-Reserve einen 4:1-Sieg gefeiert. Dabei war auch Routinier Claus Kuchs eingesetzt. Unstrittig ist, dass sein Name nicht auf dem Spielberichtsbogen stehen durfte. Kuchs spielte zuvor in der Landesklassen-Mannschaft des Meeraner SV und hätte aufgrund der zehntägigen Wechselfrist zwischen den Teams noch pausieren müssen.

Das Sportgericht des Kreisverbandes wurde von Staffelleiter Thomas Schick über den Fehler informiert. Dirk Schmidt, Mitglied des Sportgerichts, hat daraufhin entschieden, die Partie mit drei Punkten und 2:0 Toren für den SV Lok Glauchau/Niederlungwitz zu werten. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Der Meeraner SV ist in Berufung gegangen, weil nach Aussagen von Trainer Jörg Maschek "Niederlungwitz nur beim Staffelleiter, und nicht beim Sportgericht gegen die Wertung protestiert hat." Deshalb muss nun das Verbandsgericht des Sächsischen Fußball Verbandes (SFV) eine Entscheidung zur Berufung treffen. Bisher ist unklar, wann ein Urteil gefällt wird.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass für beide Vereine viel von der Wertung abhängt. Meerane ist Sechster. Bei einem Punktabzug würde das Team auf Rang neun abrutschen. Lok rangiert am Tabellenende. Es könnte mit einem Erfolg am "grünen Tisch" die Abstiegsränge verlassen.


Quelle:Freie Presse