Sportgericht entscheidet für die SSV St. Egidien

Marcel Pohle, 04.06.2014

Sportgericht entscheidet für die SSV St. Egidien

Die Mannschaft der SSV St. Egidien kann sich über drei Punkte freuen. Zugesprochen wurden ihnen die Zähler am grünen Tisch.

Was war geschehen? Die Partie der 2. Kreisklasse, Staffel 2, zwischen der SSV und der dritten Mannschaft des Meeraner SV wurde am 11. Mai in der 30. Minute abgebrochen. Der Meeraner Torwart hatte sich nach einer Parade das Wadenbein gebrochen. Die Spieler waren geschockt, zumal es die zweite schwere Verletzung eines MSV-Akteurs war. Sie entschlossen sich, die Partie nicht fortzusetzen, worauf der Schiedsrichter unter Protest der Gastgeber das Spiel abgebrochen haben soll. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:0 für den MSV III.

Das Sportgericht des Kreisverbandes hat nun entschieden, das Spiel mit 2:0 Toren für St. Egidien zu werten, wodurch die Tillinger drei Punkte verbuchen können. André Kühnert vom Sportgericht begründete die Entscheidung damit, dass die Mannschaft, und nicht der Schiedsrichter die Begegnung für beendet erklärt habe. "Auch wenn die Gründe der Meeraner nachvollziehbar sind, es gilt nun einmal die Spielordnung", sagte Kühnert. Danach darf eben nur der Schiedsrichter ein Spiel abbrechen.

Jens Merten, Vorsitzender des Meeraner SV, wollte die Entscheidung nicht großartig kommentieren. Nach seinem Kenntnisstand soll der Schiedsrichter die Mannschaft gefragt haben, ob sie weiterspielen will. Deshalb ist die Wertung der Begegnung für ihn unverständlich. Sie werde aber so hingenommen, da sie keine Auswirkungen für den MSV III in der Tabelle hat. "Wichtig ist, dass der Spieler möglichst schnell wieder gesund wird", sagte Merten.


Quelle:Freie Presse