Abwehrstärkste Mannschaft wird Meister

Marcel Pohle, 15.07.2018

Abwehrstärkste Mannschaft wird Meister

Die siebente Saison in der Fußball-Westsachsenliga ist Geschichte. Mit einem historischen Tiefstand: Es sind noch nie so wenige Tore erzielt worden wie im zurückliegenden Spieljahr. Dafür gab es einen neuen Zuschauerrekord.

 

Spitzenreiter

Nur vier Mannschaften durften im Saisonverlauf den Platz an der Sonne einnehmen. An 18 Spieltagen (2., 4./5., 8./9., 12. bis 16., 19. bis 26. Spieltag) hatte der Meeraner SV die Tabellenführung inne. Viermal war der TV Oberfrohna (10./11. und 17./18. Spieltag) und dreimal die SpVgg Reinsdorf-Vielau (3., 6./7. Spieltag) Spitzenreiter. Einmal - nach dem 5:0 am ersten Spieltag - durfte der SV Waldenburg von oben auf alle herabblicken.

Schlusslicht

Die Rote Laterne hing bei drei Vereinen, am längsten bei der SG Friedrichsgrün(12-mal, vom 5. bis 8. und 13. bis 20. Spieltag). Sechsmal war der SV Blau-Gelb MülsenTabellenletzter (3./4. und 9. bis 12. Spieltag). Beide Mannschaften konnten sich dank einer imponierenden Rückrunde noch retten. Erwischt hat es dagegen die SG Motor Thurm, die am 19. Spieltag die Rote Laterne übernahm und sie nicht mehr los wurde (8 Spieltage).

Größter Sprung nach oben

Im Vergleich zum Vorjahr hat der TV Oberfrohna den größten Satz nach oben gemacht, der sich in der Tabelle um sieben Plätze (von 9 auf 2) verbesserte. Der SV Mülsen St. Niclas machte immerhin sechs Plätze gut.

Heftigster Absturz

Der SV Waldenburg, in der vergangenen Saison noch Fünfter, rutschte um acht Plätze auf Rang 13 ab. Die SG Motor Thurm büßte im Vergleich zum Vorjahr vier Positionen ein. Beide Mannschaften fanden sich dadurch auf einem Abstiegsplatz wieder.

Tore

In den 182 Spielen fielen insgesamt 619 Tore. Das sind 82 Treffer weniger als im Vorjahr und stellt einen historischen Tiefstand dar. Der Schnitt von 3,4 erzielten Treffern pro Partie ist der niedrigste seit dem Bestehen der Westsachsenliga.

Höchster Sieg

Die SpVgg Reinsdorf-Vielau sorgte mit der Sieben-Tore-Differenz beim 8:1-Heimerfolg gegen die SG Motor Thum am 19. November für das deutlichste Ergebnis. Jeweils mit sechs Toren Unterschied bezwangen der SV Blau-Gelb Mülsen am 12. November den FC Sachsen Steinpleis-Werdau (7:1/auswärts) und die SpVgg Reinsdorf-Vielau am 4. März im Derby den Ortsnachbarn SG Friedrichsgrün (6:0).

Torreichste Spiele

In drei Begegnungen sind neun Treffer gefallen, beim 8:1 der SpVgg Reinsdorf-Vielau gegen Motor Thum (am 19. November) sowie bei den 6:3-Siegen von Reinsdorf-Vielau in Friedrichsgrün (27. August) und der SG Friedrichsgrün gegen Meerane(3. Juni).

Stärkster Angriff

Als offensivfreudigste Mannschaften erwiesen sich die SpVgg Reinsdorf-Vielau (59 Tore) und der Meeraner SV (57). Ladehemmung herrschte dagegen häufig bei der SG Motor Thurm (28).

Beste Abwehr

Die wenigsten Gegentore musste der Meeraner SV hinnehmen (31).

Am längsten ungeschlagen

Drei Mannschaften schafften es, zehn oder mehr Spiele in Folge keine Niederlage zu kassieren. Der Meeraner SV blieb in 16 Spielen vom 27. August bis zum 18. März ungeschlagen (10 Siege, 6 Unentschieden; 39:17 Tore), der Oberlungwitzer SV vom 15. Oktober bis zum 22. April (7 Siege, 6 Unentschieden; 27:8 Tore) und die SG Friedrichsgrün vom 25. März bis 17. Juni (8 Siege, 2 Remis; 28:12).

Am längsten sieglos

Der SV Waldenburg, der nach zwölf Spieltagen noch an sechster Stelle rangiert hatte, konnte danach vom 2. Dezember bis 6. Mai nicht gewinnen (2 Unentschieden, 7 Niederlagen; 9:20 Tore). Eine vergleichbare Negativserie verzeichnete die SG Motor Thurm vom 11. März bis 27. Mai (2 Unentschieden, 7 Niederlagen; 5:24 Tore).

Größte Diskrepanz

Der auffälligste Unterschied zwischen Hin- und Rückrunde fällt dem Betrachter bei der SG Friedrichsgrün und Blau-Gelb Mülsen ins Auge, die nach der ersten Halbserie auf den Abstiegsplätzen lagen und in der Rückrundentabelle mit deutlichem Punktezuwachs ganz vorn rangieren.

Beim Vergleich zwischen Heim- und Auswärtsbilanz weist der FC Sachsen Steinpleis-Werdau zehn Plätze Differenz auf. Neben dem TV Oberfrohna ist es das einzige Team, das auf fremden Plätzen mehr Punkte eingefahren hat als zu Hause.

Zuschauer

Bei fünf Spielen wurden über 200 Besucher gezählt. Die Rekordkulisse bildeten 850 Fußballanhänger am 10. September beim Derby zwischen dem TV Oberfrohna und dem FSV Limbach-Oberfrohna am Jahnhaus (1:1). Das Rückspiel am 11. März im Waldstadion sahen 300 zahlende Besucher und 150 Gästefans auf dem Außengelände.


Quelle:Freie Presse