Meeraner Sportverein e.V.

Einstige Kontrahenten bilden gemeinsame Teams

Marcel Pohle, 15.08.2015

Einstige Kontrahenten bilden gemeinsame Teams

Das war vor einigen Jahren noch undenkbar: Die Fußball-Vereine aus Glauchau und Meerane arbeiten im Nachwuchs zusammen.

Zwei langjährige Rivalen ziehen im Nachwuchs künftig an einem Strang: Der VfB Empor Glauchau und der Meeraner SV haben sich in drei Altersklassen für die Bildung von Spielgemeinschaften entschieden. Für die Teams beginnt am ersten September-Wochenende die neue Saison.

"In beiden Vereinen gibt es im Bereich der Großfeld-Mannschaften eine angespannte Personalsituation", sagt Jens Merten, Vorsitzender des Meeraner SV. Deshalb sei die Entscheidung über die Zusammenarbeit gefallen. "Dadurch können wir den Konkurrenzkampf innerhalb der Teams deutlich erhöhen", verweist Kai Schumann, Nachwuchsleiter beim VfB Empor Glauchau, auf einen positiven Nebeneffekt. Die Spielgemeinschaften befinden sich seit rund vier Wochen in der Vorbereitung auf die neue Serie. "Bisher läuft es ohne Komplikationen. Die Jungs haben sich schnell zusammengefunden", sagt Schumann.

Die Verantwortlichkeiten für die einzelnen Mannschaften sind klar abgesteckt. Für die A-Junioren ist der Meeraner SV zuständig. Die Mannschaft absolviert die Übungseinheiten und die Heimspiele im Richard-Hofmann-Stadion. Als Trainer kümmern sich Steffen Wagner, Thomas Wolf und Alexander Elschner um die Ausbildung der Talente. Bei den B-Junioren stehen rund 30 Akteure zur Verfügung. Deshalb gibt es in dieser Altersklasse zwei Mannschaften: Die erste Vertretung läuft unter Regie des VfB Empor Glauchau auf. Sie wird von Patrick Jahn und Robin Hölzel betreut. In der Reserve gibt es eine Spielgemeinschaft, die unter Federführung des Meeraner SV antritt. Bei den C-Junioren, die wiederum in Glauchau spielen, sind Steffen Müller und Dirk Fehrmann die Trainer.

In beiden Vereinen ist man überzeugt, dass die Gemeinschaften eine gute Rolle spielen werden. "Sie mischen - wenn alles optimal läuft - bestimmt um Plätze im oberen Drittel der Tabelle mit", sagt Schumann. Ursprünglich war die Bildung eines Nachwuchsfördervereins, der die Mannschaften an den Start schickt, geplant. Dazu ist es vor allem wegen des hohen bürokratischen Aufwandes nicht gekommen. Deshalb haben sich VfB Empor und MSV vorerst für die Spielgemeinschaften entschieden.


Quelle:Freie Presse


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